Beitrag8
Dienstag, 1. Mai 2012 - 13:12 Uhr
"Die Semperoper brennt!"

Um dieses Ereignis nachzustellen, hatte sich ein MDR-Team der Sendung „Echt“ für 3 Tage nach Dresden begeben und versucht, für 30 Sendeminuten ausreichend bewegte Bilder zu finden. Unterstützt wurden sie u.a. vom Vorsitzenden des SFV Dresden e.V., Frieder Hofmann, der ja selbst viele Jahre in der Feuerwehr der Semperoper aktiv war. Am Mittwoch, den 25. April begannen die theoretischen Arbeiten mit dem Suchen in alten Unterlagen. Am Donnerstag ging es dann das erste Mal heiß her, als auf dem Boden des ehemaligen Kasernengebäudes auf der Proschhübelstraße unter dem Schutz der Kameraden der Wache 2 der Berufsfeuerwehr ein richtiges Feuer unter dem Dach angezündet wurde. Es sollte die Situation der Brandentstehung durch die beiden Klempner während einer Reparatur an der Gasleitung aufgenommen werden. Diese Aufnahmen waren nicht ganz risikofrei, umso sorgfältiger waren auch die Vorbereitungen. Der Dachboden wurde zuvor befeuchtet und ein Strahlrohr lag einsatzbereit vor Ort.
Die Aufnahmen am Freitag vor der Semperoper waren nicht weniger heiß. Dieses Mal aber nicht vom Feuer, sondern von der Sonne, die sich in diesem Jahr zum ersten Mal von ihrer besten Seite zeigte. Das Ziel der Aufnahmen sollten die Entdeckung des Brandes durch spazierende Bürger und der Einsatz einer Feuerwehr sein. Für den Film bedeuten dies nur wenige Minuten. Für die Darsteller und „Filmemacher“ aber viele Stunden.
Als Darsteller wirkten 5 Bürger, 3 Komparsen als Feuerwehrmänner und eine „Löschgruppe“ der Alters- und Ehrenabteilung der STF Mobschatz mit einer historischen Feuerwehr-Spritze mit. Auch ein LF der Wache 1 stand mit Tatkraft und Wasser zur Unterstützung bereit.
Für die Kameraden aus Mobschatz war es keine leichte Aufgabe, da ja jede Handlung nicht nur einmal auf den Kameraspeicher gebracht werden musste. Regie und Kamera wollte unterschiedliche Blickwinkel einfangen, so dass die älteren Herren ganz schön gefordert wurden. Aber das MDR-Team war geduldig und ließen auch ein paar Pausen zum Kräftesammeln zu.
Für die Beobachter war es doch ganz interessant, die Arbeiten zu beobachten. Es sah eigentlich alles ganz nüchtern und harmlos aus. Aber sicherlich sieht dann der zurechtgeschnittene Film ganz, ganz anders aus. Man wird die Dreharbeiten kaum wiedererkennen.
Der Dank gilt noch einmal den Kameraden aus Mobschatz. Es war keine leichte Aufgabe und die Sonne meinte es an diesem Tag viel zu gut.
Aber die Dresdner Feuerwehren haben beim MDR einen guten Eindruck hinterlassen. Es könnte für das im Stadtfeuerwehrverband neu gegründete Referat „Feuerwehrhistorik“ eine dankenswerte Aufgabe werden, eine solche historische Löschtruppe aufzubauen, die dann für diese Zwecke zum Einsatz kommen könnte.
Am 15. Mai des Jahres werden wir mit Spannung die Sendung „Echt“ ab 21:15 Uhr verfolgen.
HGL
Dienstag, 17. April 2012 - 19:17 Uhr
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